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Roswitha Merz – schöpfen durch Schöpfen

8. Mai bis 18. Oktober 2015
Kunst erschaffen durch Papierschöpfen, dies ist die Quintessenz des künstlerischen Werks von Roswitha Merz. Als sie Ende der 80er-Jahre dieses Verfahren für sich entdeckte, ist sie als Künstlerin angekommen, ist sie zur Schöpferin geworden. Die vorher praktizierten Techniken wie Scherenschnitt, Porzellanmalen, Seidenmalen, Zeichnen, Aquarellieren waren vorübergehende Tätigkeiten einer höchst kreativen Frau, die auf der Suche war.

Roswitha Merz, Kopf der Woche, Anzeiger Nr. 14, 2000

Die Ausstellung im Museum für Lebensgeschichten zeigt diesen Weg auf, legt aber den Schwerpunkt auf die 90er-Jahre, in denen wichtige Werke entstanden sind. So etwa das «Wintertagebuch»: In eine im Pool schwimmende, von einem Schöpfsieb unterfangene Papiermasse gruben sich einen Winter lang Wind und Wetter ein: Fallende Blätter, Insekten, alle Unreinheiten der Luft, Saharastaub inbegriffen, legten sich ab und wurden von der feuchten Pulpe eingeschlossen.Das Prozesshafte als zentrales Merkmal der Kunst von Roswitha Merz ist in der  Ausstellung in drei Arbeiten beispielhaft dokumentiert: Im «Wintertagebuch», im Leporello «Identität» und in der Installation «365 Tage», die während eines Jahres auf dem Flachdach der Sozialversicherungsanstalt in St. Gallen entstanden ist.

Donnerstag, 7. Mai 2015, 19.30 Uhr: Vernissage

Sonntag, 17. Mai 2015: Internationaler Tag des Museums

  • 14.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Kuratorin Elisabeth Keller-Schweizer
  • 15.00 Uhr: Gesprächsrunde «10 Jahre Museum für Lebensgeschichten Hof Speicher» mit Urs Fritz, Präsident, Elisabeth Keller-Schweizer, Kuratorin, H.R. Fricker, Künstler

Sonntag, 13. September 2015, 11.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Kuratorin Elisabeth Keller-Schweizer

Der Schatten von Roswitha Merz über dem „Wintertagebuch“

1993